Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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eine Vereinigung mehrerer Personen zu einem und de«,
selben Zwecke, zu einer Mitberechtigung oder Mitver,
Pachtung aus.
Vergl. Allg. L. R. 1. c. §. 498. I 14. §. 378.
Die Einheit des Zweckes, des Rechtes oder der Der,
bindlichkekt ist also das Band, was sie vereinigt, nicht
aber die Wortverbindung. Wann sind aber Sachen und
Rechte ungetheilt angewiesen? Crclinger meint,
dann, wenn weder reelle, noch ideelle Autheile daran be,
stimmt seyen.
S. 217. 220. seines angeführten Werkes.
Dkeß ist aber unrichtig; vielmehr ist die ungetheilte
Anweisung dann vorhanden, wenn eine res individua
oder bis dahin indivisa Mehreren znm Miteigenthnm
angewiesen wird. Denn das Ausdrucken der Antheile
eines jeden an dieser ungetheilte» Sache kann nichts
ausmachen, da ein Mitekgenthum immer ideelle Antheile
hervorbringt, sie mögen genannt seyn oder nicht. U«,
getheilt ist also eine Sache Mehreren alsdann vermacht,
wenn sie nicht in das Sondereigenthum eines Einzelnen,
sondern in ein condominium fallen soll; ungetheilt
heißt also so viel, als unvertheilt, indistributire, km
Gegensätze davon, wenn unter Mehrere mehrere Sachen
vereinzelt, vertheilt werden.
Ganz evident wird die Richtigkeit dieser Ansicht
durch den Begriff selbst, den das Allg. L. R. vom^ge,
meinschaftlichen Eigenthum aufstellt. Ein solches , sagt
es, ist vorhanden, wenn daffelbe Eigenthumsrrcht r er

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