Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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zeldinge in der Regel zum ausschließlichen Eigenthnm
eines einzelnen verliehen. Will oder kann dann ein sol-
cher Legatar ein Dermächtniß nicht annehmen, und ist
auch kein Substitut vorhanden, so ist, damit das Der*
Nlächtniß nicht vocant wird, kein natürlicherer Ausweg,
als daß es zu seiner Quelle, an die Erbschaksmasse,
zurück geht.
Allg. L. R. I. 12. §. 366.
Denn dkeß ist im Grunde nichts Anderes, als daß
der heres oneratus von einer Verbindlichkeit, nämlich
das Legat zu geben, durch den Wegfall des honoram»
frei wird und nun das Object der Verbindlichkeit be-
hält. .
Wenn der ausfallende Legatar mit Vermächtnissen
an Andere belastet war, so hat der Erbe dre Wahl,
entweder die Vermächtnisse zu berichtigen, oder das an-
gefallene Legat dem ferneren Legatar, welchem der aus-
gefallene Etwas leisten sollte, zu überlassen»
Allg. L. R. I. 12. §. 367. '
Ter Erbe muß also, wenn das erledigte Legat
zurückfällt, vollaus, auch über den Bestand deS mit
Aftervermächtnissen beschwerten Legates hinaus. Zahlung
leisten, oder dem Aftleregatar das Hauptlegat in solnrnm
cediren.
Soll nnn unter den Legatarien ein Recht des
Zuwachses begründet werden, so gehört dazu ein gemein-
schaftliches Berufen Mehrerer zu einem und bemstlben
Dermächtniß; und zwar läßt sich dieß, wie zum Cl
schon oben angedeutet ist, unter folgenden 4 Gesta ten
bewirken:
33 '

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