Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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Gonjiutenott hätte sagen müssen: alteram semissem
e^onjunctim Ferant.
Wenden wir uns nun
B. zu dem jus accrescendi unter Lega-
tar ien, so tritt dasselbe nicht, wie das allgemeine Zu-
wachsrecht unter Mkterben, nothwendig und unmittelbar
nach dem Recht ein, sondern es beruht allemal und
zuerst auf dem Willen des Testators; denn die Lega-
tarken sind nie, wie die Erben immer, auf die Erbschaft
als Ganzes angewiesen. Fällt daher ein Legat aus, so
kehrt es in der Regel zur Erbschaft zurück. Legatarken
sind nicht, wie Erben, sich stillschweigend wechselseitig
substitukrr. Ließ kann erst aus einer von dem Erblasser
vorgcnommenen Conjunetion geschlossen werden, und diese
Muß, da hier keine allgemeine Real-Conjunctiön ist, eine
engere seyn. Tiefe entsteht durch eine Mehreren ge-
schehene Zilwendung derselben Sache. Wenn der Testator
Theile dieser vermachten Sache bestimmte, so tritt auf
keine Weise eine solche Real, Conjunetion ein; z. B.:
A. dimidiam fundi, B. alteram dimidiam leg°.
Fällt hier B aus, so acerescirt dem A sein Theil nicht,
wie wohl sie auf dasselbe Object angewiesen sind, sondern
der Erbe erhalt die Hälfte des B. zurück.
L, 84. §» 1. D. de leg. 1. (300
L. 6. §. 1. D. communia, praed. (8. 4.)
Nur, wo keine Theile vorbestimmt sind, mithin erst
partes concursu fiunt, findet das jus accrescendi
statt. Also
. 1) dann, wenn ihnen zusammengenannt, conjunctim,
dieselbe Sache ungetheilt vermacht wird; z. B. Vitio

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