Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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umfassend festgestellt, worüber der §. 3. daselbst voraus»
schickt:
„unter den gutsherrlicl'cn und bäuerlichen Berhält-
Nissen, worüber der 2. Titel des gegenwärtigen Ge-
setzes verfügt, sind alle Rechte von gutshcrrlicher
Ratur und die denselben entsprechenden Verpflich-
tungen zu verstehen. Welchen Rechten eine solche
gursherrliche Ratnr zuzuschrcibcn ist, ist in jedem Lan-
destheil nach dessen, vor der fremden Herrschaft be,
standenen, Verfassung und Herkommen zu beurtheilen,
und dabei auf die sonstige Eigenschaft der
Güter und Personen, zwischen welchen diese Verhältnisse
obwalten, nicht zu sehen."
Unter den Gesichtskreis dieses Gesetzes gehören daher
unzweifelhaft die Meyergütcr auch, und namentlich die
Meyergüter im Torfe Bökendorff, welches der Guts-
hcrrlichkeir und Gerichtshcrrlichkeit der Familie v. Hart-
hausen als Besitzer der Güter Apcnburg und Böken-
dorff unterworfen war.
Auf das Verhältnisi des Verklagten wegen seines
in Böker,dorff besitzenden Meycrguts sinder daher das
gedachte Rcgulirungs-Gesctz volle und direkte Anwendung.
Tie frühem Provinzial-Gesetze, mithin die Paderbornsche
Meyer-Ordnung, so weit sie durch das Patent wegen
Wiedereinführung deS Allg. Landrechts vom 9. Septbr.
1814 §. 2. überhaupt aufrecht erhallen sind, sollen
nebst der allgemeinen Gesetzgebung nur als su b-
sidna risch es Recht angewendet werde».
Dies vorausgeichickt sindet sich aber in dem Regu-
lirungs-Gcsetz nirgends eine Bestimmung, daß der bäncr-

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