Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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die Absicht, die bestehenden Grundgerechtkgkekten dnrch die
Eintragung in das Hypothekenbuch zu konstatkren, und
hie Erwerbung neuer durch Verjährung zu verbieten.
> endlichen. Vortrag sind diese Ansichten nicht ganz
durchgegangen, statt der durchstrichenen §§. 13—23. der
^uarezschen Umarbeitung findet-man die §8« 13—24.
A. L. R. Th. I. Tit. 22. angenommen, ohne-daß
a>an etwas Näheres über die Beschlußnahme und - deren
Motive ermitteln könnte. Es bleiben, also nur Conjectusen
übrig, von u. zur Mühlen bemerkt, Suarez- habe
den Hauptgrund, weßwegen er keine erwerbende Ver-
jährung der Servituten zugeben wollen, darin gesetzt, daß
aus bloßer Vergünstigung kein Recht entstehen könne;
dieser Entschekdungsgrund habe aber wegfallen müssen,
sobald man angenommen, daß demjenigen, welcher sich
«Ws die erwerbende Verjährung beziehe, der Nachweis
obsiege, die streitige Befugniß als ein wirk-
liches Recht, und nicht vermöge einer bloßen
Vergünstigung ausgeübt zu haben. Man habe
also den Ausweg ergriffen, die Verjährung zwar nicht
auszuschließen, aber- .einen strengen Beweis zu fordern;
dadurch werde aber, insofern etwas mehr als der zur
possessio notwendige animus possidendi erfordert
werden sollen, auf eky, Moment hkngewiesen, was über
de» Besitz hinaus liege. Und dies Mehrere könne nichts
auderes seyn als der Titel, somit gebe sich von selbst
die Auslegung, welche das Geheime Ober-Tribunal.
(Rechts-Sprüche Bd. I. S. 64. 65.) angenommen, daß
^ §. 14. nur dann anwendbar sey, wenn es zur Ver-
jährung überhaupt eines Titels bedürfe, also nur. bei

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