Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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Lkbacht zu haben, da ein solches Gut Ein rechtliche-
immobile ist. Schwieriger wird die Sache aber bei
balzenden Grundstücken, beim Hypothekenbuch in Grund-
ige eines Parzellar-Katasters. Bei letzterem werden
zwar auch durch die Erklärung, des Ekgenlhümers neue
Komplexe geschaffen,^) aber über die rechtliche Wirkung
dieser Complere auf die hier ))örli^ende'Frage ist nichts
bestimmt, und die Gerichte verlangest die Vertheilung
der Judikatforderung auf jedes einzelne km Kataster be-
Ivnders verzeichnete Grundstück. Die Gesetzgebung kann
btrr also nur helfen.

Es fragt sich — um mit etwas minder Wichtigem
r« schließen — auch noch, ob der Judikat-Gläubiger
dem §. 23. genug thue, wenn er den auf jedes Jmmo-
dile eknzutragenden Theil (pars quota) z. B. *|15 der
Forderung angibt, oder ob er, wie die Gerichte ver-
engen, den Theil in einer bestimmten Summe (pars
Quanta) anzugeben habe. Im letzteren Falle wird
zwar die Calculatur der Gerichte geschont, und eö kom-
men bestimmte Zahlen ins Hypothekenbuch, allein bei
der künftigen Vertheilung der Kaufschillknge mehrerer
zusammen snbhastirten Grundstücke des fraglichen Com-
Aerus würde man eS wünschenswerther finden, die
Forderung nach Prozenten vertheilt im Hypothekenbuche

*) Verordn, vom 31. Mär» 1834 §. 6.

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