Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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' Geschlechter zu dem 'höhen Adel zw rechnmilnd,'auch,
wie unterk. a. a. O. bestimmt ist, die -privi,'
- legirteste Klasse im Staate bilden. '
Ein Bedenken gegen die.Wcchselfähigkeit.der,.Standes»
Herren könnte nun. zwar »och daraus, hergeleitet werden.:
. daß des Königs .Majesiät;- in - der., dem.Kollegium unterm
' ^8." August 18^6 „mitgetheiltcu Allcrhöchsicii^Kabinets-
Ordre vom 2. desselben.. Monats- für die: einzelne,»
Fälle, wo etwa gegen das Haupt-eines standesherrllchen

Hauses .wegen, .Schulde» Personal »Arrest.. nachgesucht
werden "sollte, Sich „die. besondere Bestimmung.darüber
vorzübchälten geruht haben...

Es ist jedoch auch dieser) letztere Umstand nicht
dazu geeignet, um auf Grund desselben eine wcchselmäßige
Berpflichtnug der Standcsherrn für unstatthaft zu er»
klaren. Denn, wenn auch Seine Königliche Majestät in
Folge jener Allerhöchsten Bestimmung Sich veranlaßt
finden sollten in einenl einzelne» Falle den, bei der Un-
anwendbarkeit des §. 201. dcs Anhangs zur Allgemeinen
Gerichts-Ordnung auf Standcsherrn, an sich zulässig er,
scheinenden Pcrsonal-Wcchsclarrcst gegen das Haupt einer
standeshcrrlichcn Familie zu suspendiren, .so würde dadurch
die eingcgangcne wechselmäßige Verbindlichkeit keineswegs
ganz ihre Bedeutung verlieren, «idem abgesehen von dem
Nutzen, welchen die Natur des eigentlichen Wechsel,
Prozeß-Verfahren für dm Kläger mit sich bringt, auch
die Wechsel-Erekntion in das Vermögen des
Schuldners nach den §§. 46 f. Th. 1. Tit, 27. der
Allgemeinen- Gen'chts,Ordnung Dortheile gttvährt, ^di«

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