Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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'i: Don diesen verordnet der '720. fl^h. 2. Tit. 8-
daß'wirkliche Besitzer ädlkcher Güter für wechselfähig
zu ächten sind. 'Es'kommt daher um die Wechsel- .
fähigkeit der Standesherrcn amiehmen zu können, nur
'darauf'an, darzuthun, daß, was das Könkgklche
. . . . . in Abrede stellt, dieselben' in' die kezeichncte
' Kategorie der Besitzer adlicher Güter gehörend Den
Ständeshcrrcn gebührt nach der Verordnung, vom
21. Juni 1815 Nr. 4. und den '§§. 39 folg, der
Jnstrüktkon vom 30. Mai 1820 rücksichtlich derjenigen
' 'ihrer Domainen, welche schon vor Aufhebung' des
deutschen Reichs zu ihren Stammgütern gehört haben-
v die Befreiung von ordentlichen Grundsteuern. Endlich
find auch nach/dem §. 26. der mehrerwähnten In-
^ struktion 'dse' in' standesherrlichen Bezirken gelegenen
Schlösser und Häuser,'welche zu Wohnsitze» der Herr-
schaft bestimmt sind, von dejl Lasten der Einquartirung
frei. Es stehen demnach den Standesherren, abgesehen
von der Landschaft, in Betreff ihrer Standes-
herrscha'ften und vermöge des Besitze-
' derselben/ noch weit ausgedehntere Rechte zu, als mit
dem Eigenthum von gewöhnlichen Ritter^
gütern jetzt in der Regel verbunden zu se-n pflegen,
und'" es ist daher kein Grund abgesehen, weßhalb kn
'der hier'kn Betracht kommenden'Beziehung die'Stau-
dcsherrschasten mit den üblichen Gütern, sowie die
' Standesherrn selbst'mit den Rittergutsbesitzern nicht
sollte»» gleichgestellt werden können, zumal, wen» war»
erwägt, daß nach Nr. 1. a. der mehrgedächten Ver-
ordnung vom 21. Juni 1815 die ständesherrlichtn'

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