Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

der Fall rintreten, daß demnächst der unschuldige Gatt«
vor dem Schuldigen stürbe, so würde diesem die gedachte
Quart. jedenfalls und - unbedingt zu überweisen seyn.
d) Sind Kinder vorhanden,-so folgen diese dem unschül«
dkgen Lheile und er setzt mit ihnen die Gütergemein»,
schaft fort, wie in communione bpnorum proro-
gata* Jedoch muß auch hier dxm schuldigen Tbeile,
so weit die Kräfte seiner sonstigen Berechtigung zun»
gemeinschaftlichen vermögen reichen, der nothdürftige
Unterhalt gelassen werden.,48)
. k>) Außer der Trennung der Ehe durch den Tod
und Scheidung, sind häufig noch andere gesetzliche Gründe

»**) Ueber die Haltunglose Willkührlichkeit womit früher, in
diesem Punkte bald nach römischen bald nach deutschen
Rechtsgrundsätzen verfahren wurde, vergl. Dan; Th. 6.
S« 442. folg, und Scherer Band 2. S. 309
»>»d folg. DaS A. L. N. II. 1. §. 811. gestattet dein
unschuldigen Ehegatten nur die Wahl, ob.er die Hälfte
de- gemeinschaftlichen Vermögens fordern» oder aut
Sonderung der beigebrachten Theile antragen will;-in
welchem letzten Falle er aus dem besonderen Vermögen
de- schuldigen TheilS diejenige Abfindung erhalten soll,
welche 'er zu fordern gehabt hätte, wenn keine Güter«
. gemeinschaft vorhanden gewesen wäre. Der gemeinschaft« '
. . liche Erwerb wird getheitt. — Diese auf die Rüdener
Gütergemeinschaft ganz unanwendbaren Vorschriften, Md
in einzelnen Fällen nicht ohne Härte für den unschal«
dige» Theil, dem sie niemals die möglichst gleiche Ent«
schädigung für die entbehrte Fortdauer der Gütergeinei>
schaft gewähren. Scherer Bd. 2. S. 3*f.

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