Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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flrf,e herbeigeführt haben würdet'") Hieraus ergeben
sich folgende Grundsätze: ^ .
1) Erfolgt die Ehescheidung ans Gründen, wobei
keiner der Ehegatten alS schuldiger Theil oder Jeder als
Aleich schuldig erscheint, so wird das Vermögen getheilt
-wie . die Kinder; letztere haben noch keine besondere An-
sprüche. - Die Verinögen-Absoiidernng erfolgt nach Maaß-
gäbe der gleichen- Berechtigung, zu gleichen Theilen. .
2) Erscheint ein Ehegatte alS der schuldige Thcil
und es sind ki) kefnc Kinder vorhanden, so bleibt der
Unschuldige im Besitze deS ganzen Vermögens wie bei
Auflösung einer - ttnderlosen Ehe durch, den Tod; jedoch
braucht er den Erben des schuldigen Gatten, die statu-
arische Quart nicht eher hcrauszugeben, alS nach dem
wirklichen Tode desselben; denn in Bezug auf Jene,
«st der'Schuldige nicht als tod zu betrachten. Er lebt,
vielmehr für sie fort nnd weil er überhaupt nicht wirk-
lich tod ist, so müssen ihm auch' nothdürftige Alimente
gereicht werden, wozu die statutarischeDnart,. auf.welche
der überlebende Unschuldige auch sonst keinen Anspruch
h^be» würde- füglich verwendet werden kann."/) Sollte

•'**) Scherer 8b.' 2. S. 314. . ..
7)-@ine unbedingte, sofortige Herausgabe der statutarischen
" ' Quart an den schuldigen Theik, scheint dem Unschuldigen
^ nicht wohl auferlegt werden zu können, weil ihm nach
dem Statutarrechte, bis zum wirklichen Tod«' de» Mit«
gatten, der Genuß de» ganzen znr Communion gehörigen
Vermögen- gebührt.
23* '

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