Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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kommen und ist in früherer Seit, wo die Einschreitunge«
deS vormundschaftlichen Gerichts nicht so energisch ge-
handhabt wurden wie setzt, .mehrmals vorgekommen. Er
muß daher nach der Natur der Sache bcurtheilt werde«.
Die eheliche Gütergemeinschaft prorogirt sich von selbst,
n«r. bis zum Augenblicke der Wiederverheirathung des
Überlebenden Gatten. . So wir , letztere ekntrkt, hört sie
von selbst auf und es trit km nemlichen Augenblicke
eine neue Gütergemeinschaft ein, welche von der vorigen
ganz , verschieden ist, sofern nicht eine Einkindschaft, alS
vermittelndes Band dazwischen geflochten wird. Wenn
daher eine Schichtung faktisch nicht ei'ntri't wo sie rechte
lich eintrekn mußte, so ist dieses ein gesetzloser Zustand,
welcher nicht durch' dr'e Fiction einer, mit ailseltiger stille
schweigender Einwilligung statt gefundenen Fortsetzung der
Gütergemeinschaft sauirt werden kann; denn einer solche«
Fiction gebircht es dem Gesagten zufolge, an aller recht-
lichen Basis. ES bleibt daher nichts übrig, als die
Sache zu nehmen wie sie ist; nemlich die Schichtung
zu jeglicher Zeit-, wo sie später gefordert wird, noch
gxade so eintreten zu lassen, wie "sie früher hatte ein-
trete« müssen. Es muß also das Vermögen, so wie
es zur Zeit der.zweiten Hekrath vorhanden war ausge-
mittelt uud die.Halste davon den Kindern, einschließlich
der widerrechtlich davon gezogenen Nutzungen, überant-
wortet werden. Wie aber, wenn eine solche' Ausmit-
trlung zn schwierig oder gar unmöglich geworden? 5«*
solchem Falle kann den Kindern -nur der Regreß gegen
Diejenigen Vorbehalten bleiben, welche Äe Abfthi'chttMg
pflichtwidrig versäumten. Die Abschichtung selbst aber.

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