Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

(§. 20.) ist der parens supsrsves der -wüten Ehe
befugt, zum Dortheil ferner abgeschkchttten Kinder der
ersten Ehe, zu disponkren. Sie erscheinen dann aber
blvs als dritte, nicht als erbberechtigte Kinder. Ein
Erbrecht mit den Kindern zweiter Ehe auf die mit diesen
gemeine Masse, kann er ■' ihnen nicht eknrLmnen.'32)
Hieraus folgt ferner, daß, wem der übettebende
Gatte auch kn der zweiten Ehe snperstss bleibt, und
aus derselben entweder gar keine oder nur solche abge-
schichtete Kinder nachläßt, welche durch die Abschkchtung
in ein e,ben so fremdes Derhältm'ß zu ihm getreten sind,
wie die Kinder erster Ehe und. er über sein Privatver-
mögen nicht testamentarisch disponirt hat, er also eine
ganz gemeinrechtliche Erbschaft nachläßt, dazu sämmtlkche
Kinder/ , nach den. Regeln der Jntestatsuccession, berufen
sind.'33)
AuS dem Gesagten folgt ferner, daß der überlebende
Gatte, an dem Vermögen ' der abgeschichteten Kinder,
weiter keine Nutzung-Ansprüche zu machen hat. Wenn
ihm jedoch solche erga onns alendi et educandi
überlassen werden (§, 24. Nr. 4.), so ist er verbunden.

***) Mit namentlichem Bezug auf die Lippstädter Güterge-
meinschaft, ist dieses in einer sehr gründlichen Abhand-
lung »««geführt von Runde Beiträge Bd. 2. G.»20.
***) Hiernach ist auch der Fall zu beurtheilen, wenn der
parens superstes in der zweiten Ehe die Güterge-
meinschaft ausschließt.

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