Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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dcr Sache aber erfolgt, und die Klage inner-
halb der im §. 224. Lit. 11. Tb. 1. des 31. 8.9t.
bestimmten achttägigen Frist nicht angrmel-
dct worden ist. Don Herrn Ober-Landes»
Gerichts-Assessor Fritze in Magdeburg.
(S. 432—444.)
Es handelt sich hier' um eine Reihe recht Unglück,
licher Controverse», veranlaßt durch einen Redactions,
Mangel. Glücklicher Weise liegen die Materialien noch
vor, sonst würden wir hier wohl eben so verzweifeln
müssen, als bei manchen Ungewißheiten der Compilation
Tribom'ans, dessen Materialien freilich nicht, mehr so
übersichtlich vorhanden, als sie uns Simonredigirt
hat. Tie Lehre von der Aufhebung der Verträge wegen
Mangels der gegeustitigeii Erfüllung hatte, wie wir aus
der Abhandlung von v. und zur Mühlen erfahren, in
dem ersten ungedrucktcn Entwürfe des Gesetzbuchs eine
ganz andere Gestalt, als sie späterhin im Allgemeinen
Landrecht erhalten. Nach dem Entwürfe sollte jeder
Contrahent vom Vertrage znrücktreten können, sobald der
andere Thcil die Erfüllung seiner Verbindlichkeit unter
zweifelhaften, wci'tlänsigcr Erörterung bedürfenden,' Aus-
wuchten verweigere. Als Folge hiervon' wurde-'nnn : be-
stimmt, 'daß, wenn der.Kauf auf baare Zahlung ge-
Ichlvssen, solche bei der Uebergabe aber nicht, erfolgt)" iS
bei dem Verkäufer stehe, ob er daS Kaufgeld' einklagen)
oder die.verkaufte Sache znrückfordcrn wolle; eine Aus-
nahme-Bestimmung war cs hiegegen nun, daß, wenn der
Verkäufer binnen'.acht Tagen nach der Uebcrgabe nicht
klagte, die Rückforderung der Sache nicht statt habe»,

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