Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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condictio ab caussam, datorum ,'st (1. 5. §. 360 ff.
1. 16. 199 ff.). Grade über diesen Punkt hat der
Vcrf. auch eine wichtige Ausführung gegeben (S. 153
bis 158.) Den bekanntlich (s. Ducsberg S. 292 ff.
Iahrb. Bd. 31. S. 55.) sehr bestrittenen §. 188. inter-
pretirt-der Vers. (S. 149.) so: »Die Frau kann, wenn
sie in stehender Ehe Nicht-Schulden ihres Mannes bezahlt
hat, welche derselbe, wenn er sie selbst gezahlt hätte,
znruckfordcrn könnte, nach getrennter Ehe condiciren, worin
implicite der Satz liegt, aber unter dem Vorwände,
daß ihre Zahlung ungültig gewesen sey, kann sie dieselbe
nl'6)t condiciren.-- Wir sind mit den vortrefflichen Ans-
fnhrnngen des Berfs. überall einverstanden, sie sind zu-,
gleich ein Muster von Benutzung- des römischen Rechts
bei Interpretation des allgemcinen Landrcchts; freilich
erlangen dadurch »die Leute ihr gelehrtes Ansehn" wie-
der, was ihnen Friedrich der Große durch seine Simplk-
fizirung der Gesetzgebung nehmen wollte!
l V. Ucber die Nothwcndkgkekt der eigenhändigen.
Namensuntcrzcichnung bei Ausstellung von Wechseln. Ein
Beitrag zur Interpretation der §§. 776. 779. 780.
' 2tt. ll. des Ä. L. R., von Bobrik. (S. 160—168.)
Der Verf. stellt die Behauptung auf, daß der §. 779.
A. L. R. 11. 8. ausdrücklich auf seinen Fall, daß Je-
mand wirklich durch einen Zufall außer Stand gesetzt
worden, selbst zu schreiben, zu , beschranken. Er nimmt
daher an, daß außer dem Falle, des -Handlungs-Dispo-
nenten oder Factors, worüber §§.777.788. 791.792
entscheiden, Niemand, der nicht grade durch einen Zufall

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