Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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pflegte leistet an die Gläubiger keine Zahlung, so kommt '
e* zur Liquidation des Interesses; dies besteht nun zwar
m der ganzen Forderung der- Gläubiger, allein es wird
zur Masse liquidirt und eingezvgcn, und die Gläubiger
haben vielleicht vergeblich Mühe und Kosten verschwendet,
und das Schick,al, wegen mangelnder Vorrechte bei der
Masse leer auszugehen.

8.

.blC ^ier ^twickclten Ansichten richtig, so ist
ein er reulkches Resultat für die rechtliche Wirkung un-
erer c ertragsvertragc gewonnen. Wcrm: man- nun
emagt, daß in Westphalen durch dergleichen Verträge ein
großer Theil des Eigenthums von der einen Hand in die
andere übergeht- daß die Zuziehung der Gläubiger/ und
Kinder "sehr häufig gar. nicht thunlkch ist, und das
Publikum noch im vollen Vertrauen auf das alte Recht
dahin lebt: so dürfte dieser Gegenstand bei der bevor-
stehenden Redaktion der Provinzialgesetzbücher alle Auf-
merk,amke.t verdienen. Es sey „ur noch zum Schlnsse
Bemerkung erlaubt, daß die Vorschriften des A.L.R.
' J, . /4‘ 75*' aurf> abgesehen von provinziellen
Verhältnissen, vielleicht einer Abänderung, bedürfen.
Der Satz, daß rin Dritter aus einem Vertrage,
an dessen Ab,chlnß er keinen Theil genommen, keine Rechte
erwerben kan», läßt sich aus keinem Gesetzbuch«: vertilgen.
Auch das gemeine Recht hat ihn in seiner ganzen
Strenge. ) Tie Praxis war aber sehr geneigt, im

») B-rgl. Bücher das Recht der Forderungen 2te Auflage,
Leipzig 1830 §. 16—23. Thibaut Svstem SteAusg.
§. 160.

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