Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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Im Uebrigen aber spricht es auch von selbst, daß,
wenn Jemand hinter einer gemeinschaftlichen Hypothek
Kredit geben will, er sich am besten dadurch sichert, daß
er seine, Forderung auf sämmtliche, durch jene bereits
vinlulirten Objecte ckntragen laßt, insofern ^>ke einzelne
Parzcle in jeder Hinsicht ihn nicht fcecff. Aus gleichem
Grunde kann auch der Vorwurf unser hiesiges Hypotheken-
Institut nicht treffen, daß es den Gläubiger gegen Zer-
splitterung nicht schütze, der Werth eines Guts aber we-
sentlich durch die Art und Weise der Zusammensetzung,
und durch die Verbindung der einzelnen Bcstandtheile zu
einander bedingt, werde; denn durch die Vereinigung der
einzelnen Thcilc auf ein Folium wirdein Ganzes gebil-
det, so lange die Parzellen mit seinen, Konsens nicht
vom Hauptfolio abgcschricben sind, kann der Gläubiger
entweder die Erwerber der Parzellen und den Besitzer
deS GutsresteS zusammen, oder jeden Einzelnen nach sei-
ner Wahl aus daS Ganze belangen, er braucht daher die
Parzellcnbesitzer nicht einmal im Wege eines besonder«
Prozesses in Anspruch zu nehmen, und der Nachtheil
würde am Ende grade nur den Parzellen r Erwerber
treffen.")
Wenn nun aus diesem Wege hauptsächlich die Siche,
CvncurseS entscheiden, setzen Grundstücke voraus, die mit
einander in- keiner Verbindung stehen, und daher verschie-
den« Folien haben.
11) Minist. Rescript vom ly. Juli 1833. 3- B. Heft 83.
S. 181 — 185. Der Werth des Gesetzes muß hier darin
bestehen, daß es nach beiden Seiten hin dem Besitzer tjo
' möglichste Frcibeit gewährt..

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