Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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Erben, berufen, so scheint hier so wenig als bei Testa,
menten dem Erben des vor dem Erblasser verstorbenen
Wertragserben die Erbschaft zucrkamit werden zu können.
Allgemein bestimmt auch der §. 370.: "Stirbt der
Erbe, noch ehe er die Erbschaft in Besitz genommen hat,
so gehet dennoch sein Recht daran auf seinen Erben
über," was, wie es bei Testamenten unbestritten ein
Ucberlebtscyn des Erblassers durch den Erben unterstellt,
so auch bei Erbverträgen dasselbe vorauszusetzen scheint.
Ucbcrall findet mau, die Unwiderruflichkeit ausgenommen,
Erbverträge und Testamente glci'chgcsetzt. Es werden
zum Abschluß der Erbverträge die znr Errichtung der
Testamente nöthl'gcn Eigenschaften erfordert, l7) cs können
nur solche Sachen und Rechte, worüber Jemand durch
einen letzten Willen zu verfügen berechtigt ist, durch
Erbverträge zugcwendet werden; 18) die Formen beider
Dcrgabnngsarten sind dieselben, eben so können noch,
grade wie bei Testamenten, über Vco- des Nachlasses
Vermächtnisse errichtet werden?») Eutschlagung,")Jnven,
tars-Wohlthat,22) Accrescenzrecht,23) Entkräftung oder
Vereitelung wegen nicht cintreffender Bedingungen, wegen
des von dem Erben verursachten Todeö des Erblassers,
oder wegen Dazwischcnkunft ehelicher Kinder, oder durch
Zufall, 24) werden hier grade wie bei Testamenten bc»
stimmt. ES würde also gewiß einer besonderen Bestim,
mung bedürfen, wenn beide Vcrgabungsartrn grade in

**) A. L. R. L, 12. §. 618. 18) Daselbst 620.
w) ?- 621. 623. 20) §. 628. JI) §. 641.
11) s 644. -») §. 645. «) §. 647.

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