Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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ziusgut auf eine gewisse Zeit oder auf gewisse GeschlechtS-
folgcn nur verlieben worden.
3) Aus demselben Grunde kann daher auch bei den
Paderborn'schen.Meycrn kein Heimfallsrccht denkbar scyn,
denn sie haben das Recht zum Verkaufe des Guts.20)
Wigand behauptet hier rin Heimfallsrecht, weil der
§. 22. der Meyer-Ordnung sagt:
„Stirbt aber der Meyer ohne. Leibescrben ab in-
testato, und ohne eine zu Recht beständige Disposition
gemacht zu haben, so verfällt das Gut auf seine
nächste, obgleich vorhin abgefundene Collateral-.Ver-
wandte, und wenn diese nicht vorhanden, auf den
Gutsherrn, der aber alsdann nach Abzug der rück-
ständigen Schatzungen und sonstigen onorrnn pttbli-
cnrnm , auch des ihm rückständigen Canonis, fcfe
auf das Gut gemachten Schulden, inwieweit das von
dem Meyer hinterlasscne rigenthümliche Vermögen ^azn
hinreicht, denen Creditorcn auszuzahlen verbunden, eine»
weiteren Anspruch aber daran zu machen nicht befugtist."
Wigand^') leitet hieraus den §. 139. seines
Entwurfs des Paderbornschcn Provinzialrcchts ab:
„Tas Meyergut fällt dem. Gutsherrn anheim, wenn
der Meyer weder Tcscendcnten noch andere successions-
fähigc, wenn gleich bereits abgefundene Verwandten
Me,rr.Ordnui,g vom 23. December 1765 tz. g.- in der
Sammlung Hvchfnrstlich Paderbornschrr Lande«-Vcrordniin-
gen, Th. 3. S. 258.» atich bei Wigand Bd.z. S.42.
3I) Bd. 1. S. 239. wo auch bemerkt ist, daß da« Finanz-
Ministerium auf dieser angebliche Acimfallsrecht keinen
Anspruch macht.

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