Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 16 (1854))

12. Die Bestimmung des §. 660. A. L. R. L., 9. daß, wenn die Grenzen einer Sache oder eines Rechts durch Gesetze, Verträge oder rechtskräftige Erkenntnisse klar bestimmt sind, die Befugniß, diese Grenze zu überschreiten, nur durch fünfzigjährige Präscription erworben werden könne und die Satzung des §. 663. daselbst, daß auch ein fünfzigjähriger Besitz den nicht schütze, welcher der Unredlichkeit dabei überführt werden könne, hindert den Erben des Kontrahenten nicht, wenn er selbst nicht in bösem Glauben ist, die Verjährung gegen jene Bestimmung der Grenzen einer Sache oder eines Rechts anzufangen : Rechtsfall

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X.
Die Deotimmung des g. 660. A. L. R. L, 9. daß,
wenn die Grenzen einer Sache oder eines Rechts
durch Gesetze, Verträge oder rechtskräftige Er-
kenntnisse klar bestimmt sind, die Aefugniß, diese
Grenzen zu überschreiten, nur durch fünfzigjäh-
rigc Pra'scription erworben werden könne und
die Satzung des §. 663. daselbst, daß auch ein
fünfzigjähriger Desitz den nicht schütze, welcher
der Unredlichkeit dabei überführt werden könne,
hindert den Erben des Contrahenten nicht, wenn
er selbst nicht in bösem Glauben ist, die Ver-
jährung gegen jene Bestimmung der Grenzen
einer Sache oder eines Rechts anznfangen.
Rechtsfall,
mitgetlicilt
von
Sommer.
(A. 8. R. L. 9, §. 660, 663, 614, 615.)
^ie obige Entscheidung ist in der Sache Schulte
tu Drasenbeck gegen v. Cloidt zu Remlinghausen vor

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