Full text: Volume (Jg. 16 (1854))

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pflichtet ist, sondern auch, insofern sie Inhaber eines Vermögens
ist, dem Forderungen zukommen, auf dem Schulden lasten. Da
nun Cession die Forderung, und Uebernahme die Schuld in ein ande-
res Vermögen übertragen, so folgt, daß der Inhaber dieses andern
/Vermögens als solcher berechtigt ist zu klagen, wenn sein Ver-
mögen verkürzt wird, und verpflichtet ist, sich auf die Klage des
Gläubigers einzulassen, wenn Schulden auf seinem Vermögen lasten,
auch wenn er persönlich in keinem obligatorischen Verhältniß zum
Gegner steht. Das Vermögen ist also das Medium, durch wel-
ches Personen in ein Verhältniß zu einander gebracht werden, das
sonst nur unmittelbar durch den Willen erzeugt werden kann. Der
Verfasser vindizirt daher der Klage des CessionarS eine selbststän-
dige Natur, eS ist nicht Klage des Gläubigers als solchen, die er
anstellt, und wenn der Uebernehmer verklagt wird, so ist es nicht
die Klage gegen den Schuldner als solchen, auf die er sich einzu-
lassen hat. Die Zugehörigkeit der Forderung macht die Aktiv-
Legitimation, die Zugehörigkeit der Schuld die Passiv-Legitimation
aus. Dem Verfasser sind die Klagen weder rein dinglicher noch
rein persönlicher Natur, nicht dinglich, weil sie nicht geknüpft sind
an den Begriff des EigenthumS und des Besitzes von körperlichen
Sachen, und weil die Personen, zwischen denen sie verhandelt
werden, schon vor der Rechtsverletzung bestimmt sind, während
die Person des Verklagten bei der in rein nelio erst durch die
Rechtsverletzung sich bestimmt. Sie sind aber auch nicht persön-
lich, weil zwischen den Partheicn kein obligatorisches Verhältniß
statt findet, und weil überhaupt die Subjecte dieser Klagen nicht
bestimmt werden durch eine Beziehung von Person zu Person,
sondern durch Beziehung einer Forderung zu einem Vennögen.
Eine Verwandschaft mit der in rem uetio liegt hierin allerdings.
Der Verfasser' entwickelt nun weiter, wie man sich in der
Praxis bemüht, auf andere Weise ein Klagerecht gegen den Ueber-
nehmer herzustellen; namentlich, einen besonderen Vertrag mit dem
Uebernehmer abzuschließen (S. 76.), ihn durch ein besouderes Ver-
sprechen in persönliche Verbindlichkeit zu ziehen. Dem Verfasser

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