Full text: Volume (Jg. 16 (1854))

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Erwerber. Eine solche Eintragung hat überhaupt, den
Fall deS §. 13. Thl. I. lit. 20. des A. L. R. ausgenom-
men, keine rechtlichen Folgen.
Durch Eintragung ungültiger Ansprüche wird das
Interesse des Publici gefährdet, welches sich bestimmen
laßt, einen eingetragenen Anspruch für einen gültigen zu
halten und Rechtsgeschäfte über denselben einzugehen. Liegt
der Fehler in dem Ansprüche selbst und ist derselbe nicht
aus dem Instrumente zu erkennen, so ist die mögliche Be-
einträchtigung des Publici nicht zu verhüten; ist aber der
Fehler auS dem Instrumente ersichtlich, und wird derselbe
erst nach der Eintragung entdeckt, so wird der Venachthei-
ligung des Publici dadurch vorgebeugt, daß man entweder
die offenbar unrichtige Eintragung, wie das Ministerial-
Rescript v. 12. October 1832.. ausführt, von Amtswegen
wieder zur Löschung bringt, oder den Fehler im Hypothe-
kenbuche vermerkt, wodurch diejenigen vor dem Erwerb deS
vermeintlichen Anspruchs gewarnt werden, welche in Rechts-
geschäfte über denselben sich einlassen wollen. Der erste
Ausweg ist natürlich nur dann zu wählen, wenn über die
Unrichtigkeit der Eintragung kein Zweifel obwaltet und
nicht der Fall des §. 13. I. e. vorliegt, in welchem schon
die Eintragung eines nicht existirenden Rechts rechtliche
Folgen haben kann.
Bon diesen Hülfsmitteln Gebrauch zu machen, liegt
lediglich im Interesse des Hypotheken - Instituts, welches
auf Legalität und Oeffentlichkeit gestützt ist, und des Pub-
lici, welches Fehler bei der Eintragung nicht voraussetzt.
Nur auf diese Weise ist der Benachtheiligung des Publici
und etwaigen , den verantwortlichen Hypotheken - Richter
treffenden Regressen vorzubeugen. In den Gesetzen ist
zwar eine von Amtswegen zu veranlassende Eintragung
re5!p. Löschung zum Zweck der Vorbeugung von Nachtheilen
nicht ausdrücklich angeordnet; es bedurfte jedoch einer

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