Full text: Volume (Jg. 16 (1854))

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verpflichteten Grundstücke sind sie ohne Einfluß, noch we-
niger rechtfertigen sie in ihrem Munde den Einwand: .
daß der Hypothekenglänbiger, dessen Hypothek auf
mehreren Grundstücken haftet, nicht befugt sei, bei
der Subhastation des einen Grundstücks auf seine
. Befriedigung aus dessen Kaufgeldern zu verzichten,
und, falls er dies gethan, auch die andern ihm ver-
pfändeten Grundstücke zur Befriedigung seiner Hy-
pothekenforderung, soweit sie ohne diese Verzichtslei-
stung zur Hebung gekommen sein würde, gär nicht,
oder doch nur verhältnißmäßig nach Maaßgabe der
in den obengedachten Vorschriften der Concurs-Orb-
nung aufgestellten Societätö-Regel in Anspruch neh-
men dürfe.
Ein Recht, wie es Verklagte mit diesem Einwande für
sich in Anspruch nehmen, läßt sich aus jenen Vorschriften
selbst für die postlocirten Gläubiger nicht ableiten, und
muß schon deshalb völlig ungerechtfertigt erscheinen, weil
damit das dem Hypotheken-Gläubiger nach §. 468. a. a.
O. zugebilligte Recht nicht zu vereinigen wäre, und völlig
illusorisch gemacht werden würde, was nicht , in der Absicht
des Gesetzgebers gelegen haben kann.
Dieser Auslegung der mehrerwähnten Vorschriften
der Eoncurö-Ordnnng steht auch das Präjudiz vom 29. Au-
gust 1849.
(Entscheidungen a. a. O.)
auf welches Imploranten Bezug nehmen, nicht entgegen,
indem dasselbe ■ gleichfalls das Verhältniß. der - Gläubiger
unter einander rerp. zu den gemeinschaftlich verpflichteten
Kaufgelder-Massen beurtheilt, nnd die verhältnißmäßige
Erstattungsverbindlichkeit der einen unter der hier gar nicht
vorliegenden Voraussetzung rechtfertigt: daß die andere
zur Befriedigung der conjunctiv eingetragenen Hypothek
XVI. Jahrgang, 1 Heft. ,10

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