Full text: Volume (Jg. 16 (1854))

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eine völlige oder theitweise Befreiung von" der Schuld er-
Zungen. Wenn deshalb einem Gläubiger unbedenklich zu-
steht, eins der verhafteten Güter gegen sich des hypothe-
karischen Nexus zu entlassen, so folgt hieraus noch nicht,
daß er auch befugt sei, durch seinen einseitigen Antrag auf
Löschung des auf dem einen Gute stehenden Jntabulats
das Verhältniß gegen die übrigen Güter aufznheben. Die-
ses kann er nicht, weit er das zwischen mehreren zur Hy-
pothek gesetzten Gütern bestehende Correalverhältniß seiner
SeitS nicht lösen kann. Hieraus sieht man, daß die Be-
stimmung im §. 159. Tit. 2. der Hypothckenordnnng einen
materiellen Zweck vor Angen hat, ohne daß der Gläubiger-
in Geltendmachung oder Anfgebung seiner Hypothekcnrechte
irgendwie beschränkt ijt.
Demgemäß kennte nur, wie geschehen, erkannt werden.
Urkundlich re. rc.

II.
Im Namen des Königs!
In Sachen der Ackerwirthe 1. Christoph Schmidt,
2. Laurenz Gerling, 3. Philipp Köchling und 4. Wilhelm
Gerling, sämmtlich zu Bonnkirchen, Verklagten und Appel-
lanten, jetzt Imploranten, wider den Handelsmann Simon
Schönemann zu Hcllminghansen, Kläger und Appellaten,
jetzt Jmploraten, hat der dritte Senat des Königlichen
Ober-Tribunals in seiner Sitzung vom 1. Oktober 1852,
an welcher Theil genommen haben:
der Präsirent Dr. Borncmann, die Geheimen Ober-
Tribunals-Räthc Zettwach, Scholz, Dr. Löwenberg,

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