Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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5.
Es scheint hiernach der Vorzug des Gläubigers vor
dem abschläglich zahlenden Eigenthümer nicht bezweifelt
werden zn können.
Sollen wir damit das, was sich über theilweise Ab-
tragung der Hypotheken-Forderungen sonst beiläufig er-
geben hat, kurz zusammenfassen, dann werden folgende
Regeln aufzustellen seyn:
I. Der Gläubiger hat einfach quittkrt, ohne zu
cedkren;
1) der Inhaber der ganzen ungetheilten Post hat die
Zahlung erhalten; dann steht die Hypothek deS
Eigrnthümers dem Reste der Forderung nach;
2) einem von mehrern Theilhabern der Forderung ist
sein Lheil bezahlt; dann hat die Hypothek des
Eigenthümers diejenige Priorität, welche nach dem
unter den Theilhabern bestehenden Verhältnisse dem
abgetragenen Theile zustand (vergl. oben Nr. 2.
Iit. c);
3) einem der Theilhaber ist nur ein Theit seines ThekleS
gezahlt, dann steht der Eigenthümer diesem kn An,
sehüng des Rests seines Theils nach, genießt aber
mit ihm dieselbe Priorität kn dem Verhältnisse zn
den andern Theilhabern;
4) ' Wäre auf eine getheklte Forderung eine Abschlags-
zahlung indistincte an alle Theilhaber gemekn-
Zusammentreffen de« GläubkgerrechtS mit dem Eigenthume
an der verpfändeten Eache)> durchaus gleiche Wirkung
wie die solutio» '

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