Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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nirgend gesagt, und es ist ihm daher diese Defugniß
nach dem Zeugniß von Borne mann I. c. und nach
dem allegirten Aufsatz :'n Jahrg. l. des N- Archiv's
mehrfach auch in jucNosnäo abgesprochen worden. Es
ist aber
1) schwerlich anzunehmen, daß es die Absicht der
Redaktoren unserer Gesetzgebung gewesen scy, dem Ver-
pächter jenes gesetzliche Pfandrecht zu entziehen. Gegen
eine solche Voraussetzung spricht einmal die Redaktions-
gcschl'chte des allgemeinen Landrechts, aus welcher sich
ergiebt, daß erhebliche Abweichungen vom gemeinen Recht
stets umständlich motivirt und gerechtfertigt wurden, nir-
gend aber findet sich in den Materialien, so weit sie
bekannt geworden, und namentlich auch nicht in dem
Schlußbericht von Suarez (v. Kamptz Jahrbücher
Bd. 41.), welcher hauptsächlich darauf berechnet war,
die vom gemeinen Recht beliebten Abweichungen zusammen-
zustellen und zu rechtfertigen, eine Andeutung davon, daß
hier das gemeine Recht eine Abänderung hätte erleiden
sollen, zum Andern aber und hauptsächlich, daß das
in Rede stehende Pfandrecht als die natürlichste und sich
von selbst darbietende Sicherheit erscheint, die dem Ver-
pächter gewährt werden kann. Wenn schon die stillschwei-
gende Verpfändung der eigentlichen illata und innecta
nicht etwas rein Positives und willkührlich Gemachtes
ist, dieselbe vielmehr ihren tieferen Grund findet in der
Verbindung, in welche jene zu dem Eigenthum des Ver-
miethers (und Verpächters) getreten sind, dessen Pertinenz.
stücke sie gleichsam geworden (cfr. Gärtners Abhandlung
in den Beiträgen zur Revision rc. von Gans pag, 505.)

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