Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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des Pächters geworden, so waren sie gesetzlich, stillschwei«
gend dem Verpächter verpfändet;
!n praediis rusticis fructus, qui ibi n..scuntur,
tacits intelliguntnr pignori esse domino
fundi lorati,'■etiämsi nominalim id non con-
venerit. 1. 7. Dig. in quib. causi . cfr. I. 24.
§. 1. locati conducti.
Sie waren zugleich, nach der richtigrrn Meinung
(Done 11 u$ de pign. Cap. 4. Thibaut§. 788),
auch im spätem röm. Recht das einzige gesetzliche Pfand-
objckt des Verpächters, während bei dem analogen Micths-
verhältniß die von dem Miethcr co anirno, nt ibi
perpetuo sint, m das gemiethete Grundstück ringe»
brachte» Mobilien dem Vermieter hafteten.
Das A. L. R. gab, was nach den Ansichten der
Glosse und mehrerer Praktiker (z. B. Mevius pars
IV. decis. 127. cfr. Glück, Commentar Thl. 18.
pag. 444 ) zum Theil schon die 1. 5. Cod. de locato
gethan haben sollte, dem Verpächter gleichfalls ein Pfand»
recht an den invectis et illatis des Pächters, indem
es im §> 395. Tit. 21. Thl. 1. disponirte:
Uebrigens hat der Vermkether oder Verpächter
wegen seines Zinses, oder anderer Forderungen auf
die von dem Mkether oder Pächter eingcbrachten und
zur Zeit der Endigung des Kontrakts in dem Hause
oder Gute noch vorhandenen Sachen und Effekten die
Rechte eines Pfandgläubigers.
Daß der Verpächter noch berechtigt seyn soll, sich
auch an die Früchte zu halten, wird ausdrücklich

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