Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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beiden Vordersätze kn ihrer Klagebegründung sind richtig,
nämlich
J) Der Heinrich Eickenbusch, Großvater der Ver«
klagten mußte bei Auflösung der Ehe die Jllalcn sci^
ner Ehefrau an deren Erben herausgeben;
2) auf die Verklagten, als Besitzer des großväterlichen
Nachlasses ist die gleiche Verbindlichkeit überge-
gangen.
Hieraus folgt aber, das Klagepetitum nicht.
Die Kläger haben, den Anspruch auf jene Jllatcn,
oder wie sie dieselben ansehen, auf die dos, mit der here-
ditatis petitio verfolgt, es soll ei» eidlich zu manifcstiren-
des Inventar aufgestellt werden und hiernach die Herausgabe
mit Früchten und Zinsen erfolgen Eine solche Klage konnte
gegen den Erblasser der Verklagten nicht angestellt wer,
den und also ist sie auch gegen die Verklagten nicht zu-
lässig. War das infcrirtc Vermögen dos, wie die Kläger
behaupten, so mußte gegen den Ehemann mit der actio
ex stipulatu oder der actio rei uxoriae auf Her-
ausgabe geklagt, es mußte von ihnen, und nicht von
den Verklagten ein Dcrzrichnkß der inferkrten Gegenstände
ausgestellt und der Beweis der Jllatcn geführt werden.
Schweppe, röm. Privatrrcht § 683. 688.
War teilte dos vorhanden, sondern handelt cS sich
pur von Paraphernen, so mußte die actio mandati,
depositi oder nach Unterschied die condicio oder rei
vindicatio angestcllt werden.
Schweppe 1. o. §. 695.
Klagen, welche sämmtlich nicht universeller Natur sind,
sondern auf ein bestimmtes Object gerichtet werde» müssen.

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