Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

Hypothek des zahlenden EigenthümerS nicht anders
erklären lasse, wie wenn hier überall die Absicht deS
Forderungskaufs und nicht die Absicht dep Tilgung an»
genommen werde. Wäre das richtig, dann würden sich
vielleicht aus der dennoch geschehenen Anerkennung' der
Hypothek für unsere Frage bedenkliche Folgerungen ziehe»
lassen. Wir werden darauf zurück kommen; hier genüge
' die Bemerkung, daß die Voraussetzung auch dann, wenn
man nicht mit von der Hagen die Hypothek des Ei-
gentbümers nur für eine Fiction ansehen, sondern die
Forderung selbst oder ein wirkliches Hypothckenrccht ohne
Forderung (?) auf ihn übergehen lassen will, gewiß
unrichtig ist, und jedenfalls eine Acndernng in den Wir-
kungen des Zahlungsgcschafts auf das Verhält« iß
des zahlenden zu dem empfangenden Gläu-
biger nicht angenommen zu werden braucht. Warum
sollte dann gerade auf dem Gebiete des Rechts nicht
aus der Verwesung ein anderes Leben hervorgehen kön-
nen? Was liegt Widersinniges darin, daß das Gesetz
durch die Handlung, wodurch das Recht des Einen ge-
tilgt wird, für den Tilgenden in Beziehung auf Dritte
ein ähnliches oder gleiches Recht sofort wieder entstehen
läßt? Es wird auch oben in den Fällen, welche zur
Unterstützung jener Meinung aus dem römischen Rechte
Angeführt werden, nämlich
1. 3. D. de distract. pign.
I. 12. §. 8. D. qui potiores in pign.
1. 1. C. de his, qui in priorum,
dkr Eintritt in die Rechte des abgefundenen Pfandgläu,
bkgers ungezwekfelt grade durch Tilgung vermittelt. Aehn,

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