Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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hältnisse nicht passenden, Grundakten gegeben werden»
Damit würde nicht nur eine große Ersparung an Lokalken,
Kosten, Zeit und Arbeit gewonnen, sondern auch — be-
sonders wenn die Kataster- mit der Hypothekcnbehörde
vereinigt und für einen raschern Gang der für das Hy-
pothekenwesen erforderlichen Katasterarbeiten gesorgt würde
— der gerichtliche Hypothekenverkehr mehr mit dem raschen
und lebendigen Verkehr des Lebens in Ucbereinstimmung
gebracht werden. Tie alsdann fortfallenden, die Folien
des Hypothekenbnchs übermäßig füllenden, in der Regel
auf bloßen oder nur unsicher zu prüfenden und zu ver-
gleichenden Angaben beruhenden und dennoch von den
Gerichten in der Form von Hypotheken - Scheinen als
richtig zu attestircnden Nachrichten der ersten Rubrik wür---
den die Interessenten schwerlich vermissen.
Wenn so die gedachte Allerhöchste Kabincts-Ordre'
auf der einen Seite schon eine große Erleichterung im
Einzelnen gewährt unijgaodj größere im Ganzen hoffen
laßt, so ist es auf d«r andern Seite die unter 1. 3.
für den Fall der Besitztitelberichtigung auf den Grund
des zehnjährigen Besitzes in der Person des Besitzers vor-
kommende Bestimmung derselben, welche die Besorgniß
erregt hat, "daß dadurch in anderer Hinsicht die Einrich-
tung des Hypothekenwesens um ein Bedeutendes erschwert
worden. Diese Bestimmung würde, wenn sie so, wie an-
fänglich geschehen, zu verstehen wäre, die Bescheinigung
des zehnjährigen Besitzes durch Atteste öffentlicher Behör-
den in der Regel unmöglich machen und die Arbeit und
Schwierigkeit der Zeugenvernehmung über de» zehnjährigen.
Besitz, besonders bei einer großen Anzahl von Parzellen,

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