Volltext: Band (Jg. 6 (1839))

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kann darüber nicht hinausgehen. Das Gesetz, welche?
die ganze Hinterlassenschaft eines Menschen als unive»
sitas anm'mmt, kann also diejenigen Gegenstände nicht
tangiren, welche, weil sie außerhalb des termoni liegen,
und ihrer Substanz nach von dort nicht entfernt werden
können, von selbst einer anderen Gesetzgebung und Ge,
rkchtsbarkeit unterliegen. Daß auch in dem auswärtigen
territorio derselbe Rechtsbcgriff der Vermögens-Einheit
eristirt, dies macht offenbar die dort bclcgenc» Gegen,
stände nicht zu einem Thekl einer durch diesseitige Gesetzt
hier ronstituirtcn Vermögens-Masse, sondern alles das/
was nach den auswärtigen Gesetzen unter dem Begriff
der Vermögens-Einheit, der universitas juris gebracht
werden kann, bildet dort eine besondere Masse.
Die Verklagtin führt ferner an: die Erblandes,
Dedeinigung enthalte keine besondere Festsetzung über die
Erbfolge in adliche Güter, sondern bestimme die Sur,
cessio» der dortigen Adlichen überhaupt; sie sey daher
ein bloßes Personalstatut, und dürfe als solches auf aus,
ländische Adliche, wie der Domprobst v. Bocholz, wcnü
gleich dieselben im Herzogthum Wcstphalen Rittergüter
besaßen, nicht angewendet werden. Denn ein lan<3-
sassiatus plenus habe dort nie gegolten. Allein wcrM
gleich der Ansicht des ersten Richters, daß die Erblandes,
Vereinigung, in den angeführten Bestimmungen, bloß
Über Immobilien disponire, nicht' beigcpflichtct werden
kann, so unterliegt es doch andererseits keinem Bedcnken-
daß dieselbe insbesondere die Absindung der adlichen £6$'
ter wegen der Güter bezwecke; sie ist daher in sofern als
Realstatut allerdings anzusehen, und hinsichtlich der Erb'

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