Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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berücksichtigen wollte; und diese Auslegung, daß nämlich
die Erbverzichte eine leere Formalität bei der westpbälische»
Ritterschaft gewesen, ist nun um so mehr vorzuzichcm
als nur auf diese Weise die einzelnen Dispositionen des
§'. 8. in Einklang gebracht werden können! ' Auf ter
ander» Seite Muß man aber, wie schon oben erwähl
auch 'annehmen, daß alle zur wcstphälischen Rittcrsch»^
gehörigen Mitglieder diesem Statute unterworfen Md,
wenn sie auch temporär außerhalb dem Territorio des
Herzogtbums Wcstphalcn ihren Wohnsitz aufschlagen. N"
sich würde schon ein solches Gesetz illusorisch scyn u»d
zu sonderbaren Conscqüeiizcn führen, wenn es von denen,
wofür das Gejetz gegeben, abhinge, durch Acndrrung des
Domicils sich demselben zu unterwerfen oder nicht. Durch
die Erblandcs-Dereinigung ließen die Ritter des Herzog
thums Westphalen eine unter ihnen schon bestehende @{l
wohnhekt landesherrlich anerkennen und bestätigen, n»^
unterwarfen sich derselben hinsichtlich ihrer hier liegende»
Güter Es kann sonach nicht zweifelhaft seyn, daß alle
Mitglieder der Ritterschaft Wcstphalcns, somit auch tcr
Graf von Docholz, der notorisch dazu gehört, dieses
Statut unterworfen bleiben, wenn sie auch auswärts
wohnen.
Dies voräüsgeschickt läßt sich die Entscheidung ^
Hauptsache leicht' Nachweisen. Auf Grund des Revision^
Erkenntnisses hat die Beklagte ein Achtel als Pflkchtthell
mit der Maaßgabe zucrkannt erhalten, daß dasjenige
waS vom Allodial-Nachlasse auszuschließen, ln separat
festgestcllt werden sollte. Diese Maaßgabe hat mit Rü^
sicht auf die Bestimmung des §. 8. der Erblandc^

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