Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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der Familien dadurch begründet werden sollte und sie
gab der westphalischen Ritterschaft ganz allgemein das,
was die, einzelnen üblichen Familien durch speckelle Step
tute zu erreichen suchten. Wer zur westphälischen Ritter-
fchast gehörte, war jener Erblandes-Vereinigung, so weit
es. sich, um seinen Grundbesitz km Herzogthum Westphalcn
-handelte, eo ipso.unterworfen, ohne Unterschied, ob er
daselbst domicilirte oder nicht. Da nun. der Domprobsi
- v. Bocholz notorisch Mitglied dieser Ritterschaft war,
so unterliegt die Anwendbarkeit derselben auf ihn nicht
dem mindesten Bedenken. Im §. 8. derselben heißt cs
wörtlich:
„Und unter andern soll in Westphalcn gehandhabt
werden die Adliche Gcwynheit, daß die Schwestern,
so Brüder haben sich mit einem ziemblichen Drautschük
müssen aussteuern lassen, und da sie mit einem gc/
puerlichen Brautschatz ausgesteuert und für den Frcnm
den in den HeyrathS-Bereitungen, oder in Heylichs-
• bricftn oder für. Gericht auch ohne keiblichen Aykt
(dieweil die Gewonheit auch ohne .den. Aydt xaota
de non succedendo befestigen kann) Verzicht Qt(
than, zu weiterer >Succession oder-gleicher Theilung
- mit denen weltlichen Brüdern nicht gestattet werden;"
und hier- ist nun mit klaren Worten ausgesprochen, daß
Schwestern in Concurrenz mit Brüdern nicht: zur Sn"
cessio» kommen und zu gleicher Theilung nicht -gelasse"
werden sollen. Nun soll zwar nach der Behauptung der
Beklagten der Verzicht der Schwestern conditio sine
qua non der Successio» der Brüder gewesen scytt.
gesehen indcß davon, daß sich das Wort „müssen" ^

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