Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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ihnen nach den Gesetzen die gezogenen Früchte ohne alle
Reslitutions - oder Berechnungsverbkndlichkeit gebühren.
Für den Fall, daß sie wirklich zur Rechnungslegung an-
« gehalten werden möchten, bringen sie aber noch eine
Menge anderer, den Erblassern der Kläger gemachter Vor-
schüsse zur Sprache und wollen die hiervon theils stiptt-
lirten, theils gesetzlich eintretendcn Zinsen auf den Ucbcr-
genuß berechnen. Unter dem 2. Mai 1793 erging ein
Bescheid:
„daß die Beklagten Erben von der geforderten Rech-
nung über die erhobenen Nutzungen der antiohretice
inhabendcn Grundstücke bis zur erhobenen Klage zu
entbinden, und es bei dem eontraotibu-- anticlire-
ticis allenthalben zu belassen sep. Würden nun Klä-
ger zuvörderst, daß Beklagte seit dem Monat Mürz
1766 von denen qnästionirtcn Grundstücken ein Mch-
rereö als landesübliche Zinsen genossen, binnen 14
Tagen erweislich bcibringen, so erginge dkeserhalbeu
in der Sache ferner, was Rechtens.
Was hkernächst die übrigen ohne Pfand stehenden
Kapitalien betrifft' so sind solche mit dem Zinsenrückstand
annoch, behörig und näher zu liquidiren " Gegen diesen
Bescheid erhoben sich beide Theile; Kläger fühlten sich
dadurch beschwert, daß dem Verklagten die Rechnungs-
legung von den ihnen verpfändeten Grundstücken bis zur
Zeit der Anhebung der Klage erlassen sey; die Be-
klagten hielte» sich verletzt, weil der Bescheid den Klägern
den Beweis offen ließ, daß seit 1766 hin, die Ver-
klagten von den antichretisch verpfändeten Grundstücken
mehr al» landesübliche Zinsen bezogen. Diese bei mehreren

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