Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

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secundam ea, quae proponantur, pretium prae-
diorum peti posse.
Thibaut, Pandektenrecht. §. 178.
Glück, Commentar XX. §. 115. 1120-
IVliihlen bruch, doctrina pandect II. §.638.
Die preußische Gesetzgebung stimmt damit überein;
denn darnach haftet ein Theil dem andern nur dafür,
daß sich derselbe der gegebenen Sache nach der Natur
und dem Inhalte des Vertrages bedienen kann; und jede
Vertretung fällt weg, wo die Unmöglichkeit, sich der Sache
solchergestalt zu bedienen, nach erfolgter Uebergabe durch
einen bloßen Zufall, oder durch unabwendbare Gewalt
und Uebermacht entstanden ist.
A. L. R. 1. 5. §. 318. 322.
In Anwendung dieser Grundsätze auf den vorlie-
genden Fall ergibt sich nun weder, daß eine eigentliche
Entwährung stattgcfunden, noch daß der Verklagte der
Freiheiten seines Gründstückes aus einem schon vor der
Uebergabe vorhandenen Rechtsgrunde verlustig geworden
ist. Eine allgemeine Einrichtung entzog ihm jene Vor-
theile; durch ein neues Gesetz und eine eigentliche Hant-
lung des Staats wurden die vertragsmäßigen Rechte
vernichtet; und je weniger es in der Gewalt des anderen-
Contrahente» lag, diese Umwälzung zu verhindern, desto
weniger kann auch ein Entschädigungsanspruch als be-
gründet erscheinen.
Hkemit ist insoweit auch der Richter erster Instanz
einverstanden, als er den Verlust jener Freiheiten für

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