Full text: Volume (Jg. 6 (1839))

Der Gerichtsstand der Erbschaft, alS eines Inbe-
griffs von Sachen und Rechten, ist aber da, wo der
Erblasser, zur Zeit feines Ablebens, seinen ordentlichen
persönlichen Gerichtsstand gehabt hat.
A. G. O. I. 2. §. 121.
Das forum ist demnach, wie die Klage, in der
Regel ein dingliches. ^ ^
§. 23.
VII. Prozeßart.
Nach Bestimmung der Prozeßordnung soll der Streit
über Erbrechte und Erbquoten, welche den Hauptgegen-
stand der hereditatis petitio ausmachc», nach den
Vorschriften des ordentlichen und gewöhnlichen Prozesses
erörtert und entschieden werden,
A. G. O. 1. 46. §. 3.
wobei es, wenn nicht der Streit eine Bagatellerbschaft
betrifft, oder der Prozeß auf Antrag der Partheien zum
summarischen Verfahren verwiesen wird, verbleiben muß.

§. 24.
Vttl., Intervention.
Bei der hereditati« petitio ist, wie bei jedem
Rechtsstreit, eine Prinzkpalintervention nur insofern denk-
bar, als ein Dritter behauptet, der streitige Gegenstand
gebühre weder dem Kläger, noch dem Verklagten, son-
dern ihm selbst.
A. G. O. I. 18. §. 2.
Hier also muß der Intervenient beiden Partheien
alles Erbrecht «nd jeglichen Anspruch auf den streitigen

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