Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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Recht auf Grund des darüber blos mündlich geschloffe-
nen Vertrag in Fallen inge hat, wo mindestens die
schriftliche Form vorgeschriebe» ist, muß die Sache
ans jedesmaliges Erfordern des Einräumenden zu allen
Zeiten zurückgebcn;"
und cs spricht von selbst, daß derselbe die hier angenom-
mene allgemeine Bedeutung haben soll. Wenn nun aber
das unschuldige Wörtchen: --des" der gegentheiligen An-
sicht eine Hauptwaffe hat leihen müssen, so ist dagegen
zu erinnern, daß das --des" eben so gut eine allgemeinere
Beziehung erleiden kann, als das unbestimmtere --cknes"
«nd man nur alsdann aus der Wortfassung die ängst-
liche Beziehung auf den Leihversrag rechtfertigen könnte,
wenn statt „des Contracts," da stände „dieses Eontractsl"
Man. wendet nun zwar auch noch ferner ein, daß
alle-^nigs Verträge über Immobilien vorkämen, die keine
schriftliche Form verlangten, womit dieser §. aber sich
in seiner Allgemeinheit gar nicht reimen lasse; allein
abgesehen davon, daß cs wohl wenige Sätze geben mag,
wogegen nicht Einwürfe ähnlichen Gehalts vorgebracht
werden können, ohne daß darum deren Nichtigkeit im
, Mindesten bezweifelt wird; so ist dagegen auch noch zu
erwägen, daß cs an dieser Stelle gar nicht der Ort
war, darüber, welche Verträge über Immobilien schriftlich
abgefaßt werden solltet», Bestimmungen zu treffen.
Wenn man übrigens diesen von mir vertheidigten
Satz auf die Verjährungslehre anwendet, und auö Grund-
sätzen der allgemeinen Theorie Resultate dagegen zu ge-
winnen sucht, die ich als solche anerkennen muß und
stetS anerkannt habe; so bemerke ich dagegen, daß ich

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