Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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lange, sich nur auf die Bestimmungen im A. L. R.
Thl. l. Tit 10. §§. 15. 16.17. berufen; allein
diese Vorschriften bezögen sich nur auf das Formelle,
' ständen lediglich in Beziehung zu dem Hypothckcn-
wesen, und wiederholten nur die §§. 58- 60. und
61. der Hypotheken-Ordnung von 1783. In den
materiellen Ncchtsbestimmungcn über die Gültigkeit
der Verträge scy mithin dadurch an sich gar nichts
geändert, vielmehr behalte ein solcher Vertrag sowohl
nach §. 62. der hyoth. Ord»., als nach §. 17.?
A. L. R. Thl. I. Tit. 10. unter den Eontrahcntcn
selbst seine Wirksamkeit, wenn gleich der'Hypo-
thekenrichter ihn als formlos von sich weisen müsse.
Eben so gut, wie nach der Hypotheken-Ordnung
es möglich gewesen, 'einen gültigen mündlichen Ver-
trag zu vcrifizircn und zur Eintragung zu brin-
gen, eben so müsse dieses auch jetzt noch mögiich
seyn."
Allem diese Argumentation ist. hauptsächlich in.ihrer
Schlußfolgerung irrig, »nd dabei insbesondere die Ein-
wirkung, welche .die Hypotheken-Ordnung in dieser Hinsicht
auch anf die. materielle Gesetzgebung äußern mußte, ge-
un'ßdeutct worden.
Nach §§. 49—52. Hyp. Ordn., Tit. H. sollten
alle Immob ilien kn das Hypothckenbuch eingetragen, und
daher alle mit dem Eigenthuiy: daran- vvrfallendcn Ver-
änderungen bei dem Hypothekeyrschter-.- und zwar unter
Darlegung und Bescheinigung des Titels- binnen Jahres-
frist • angemeldet werden.. Wegen dieser Bescheinigung des
Titels war schon von selbst die Nothwendigkrit der Aus-

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