Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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immer ganz ungetrübt fließt/ so sind sie doch für die
Wissenschaft nicht zn verachten. Nach dem hier vorlic,
genden Gutachten eines unsrer ausgezeichnetsten RcchrS-
gelehrten, der in den Fragen eines einzelnen Prozesses
nicht minder als in den höchsten Fragen der Staats»
Weisheit zu Hause ist, taucht eine neue Controverse für
das deutsche Privatrecht auf. Da nämlich in neuerer
Zeit durch die französische und die diesen nachgebildeten
Gesetzgebungen in mehreren Ländern die Fideicommissi:
ganz oder zum Vortheil des ersten Anwärters aufge-
hoben sind, und sich sowohl häufig frühere Fidcicommisse
als auch deren fetzige Aufhebung zugleich auf fidci-
coinmittirte Mobilien bezieht, so ist jetzt die Frage ent-
standen, wie cs zu halten, wenn der Fiduziar unter einer
anderen Gesetzgebung, als unter der das Fidcicommiß
errichtet oder mit dein Tode des Stifters inö Leben ge-
treten, sein Domizil hac, welche Gesetzgebung hier näm»
lich entscheiden solle. Frhr. Zuydtwick hatte ein von
seinem Vater, der in Cöln gestorben, in Holland ge-
stiftetes vorzüglich aus Kapitalien bestehendes Fidcicoininiß
ererbt, 1702 Cöln verlassen, war von da nach Münster,
uird spater nach Wahn ins Großherzogthum Berg gezogen,
und dort 1813 gestorben, und seine zum Fidcicommiß
nicht berufenen Töchter besitzen das fideicommkttirte Ver-
mögen, gegen welche nun der Agnat geklagt, und das
vorliegende Nechtsgutachten ertrahirt hat. Das Land,
gcricht zu ’ Cöln hat den Agnaten ' abgcwicseu, und
zwar:
--In Erwägung, daß Franz Ernst Hyazinth von
.Hecremann zu Zuydtwick in seinen EhepaktcN von«

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