Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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bcr Kläger wird, hierauf in der Praxis abgcwiesen.
Sonderbar genug behält nun also der.Eigcnthümer ein
Eigenthum, was er nicht mehr haben will, dessen er sich
begeben, da man nicht annehmen wird, daß daS Eigen,
thum als derelinquirt erloschen. Auffallend muß es er-
scheinen, daß der Eigentümer sein nirgend als ein jus
personalissimum erklärtes Recht nicht einem Andern
mit der Wirkung, daß dieser das Recht nun erlange,
sollte übertragen können. Denkt man sich vollends den
Fall, daß der Eigentümer über das Meer answandcrn
will, somit nicht Zeit hat, die Rückgcwahr . seines Eigen,
thnms und die dadurch möglich grwordenc Tradition au
seinen Käufer abzuwartcn., so zeigt sich noch mehr daS
Beengende der fraglichen Ansicht für die Lebensvcrhält-
nissc, denen doch die möglichste Freiheit zu wünschen ist.
Rücksichtlich der Verhältnisse, wo der Tritte nur
den Besitz des Eigentümers ausübt, kann keine Schwie-
rigkeit vorliegen. Es bedarf hier keiner körperlichen Ueber-
gabe, sondern, »wenn der, welcher die Sache im Namen
des bisherigen Besitzers knne hat, von demselben ange-
wiesen wird, de» Besitz' im Namen des neuen Besitzers
fortzusetzen, ist die Uebcrgabe vollzogen." 3) Mithin wird
der neue Besitzer auch Eigentümer, somit zur Klage
gegen den Dritten ‘ berechtigt. Es kann hier nun freilich
der Fall ekntreten, daß der angewiesene Inhaber einem
anderen, dem der Eigentümer, wenn gleich später, den
Besitz durch Anweisung übertragen hat, die-Sache körper«

3) «. r. «. I. 7. §. 66—63. 53.

S

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