Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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2) Daß das Recht zu dieser Theilkahme an den Nutzun-
gen der Commiinal-Waldung jedenfalls ein annexum
der Bürgerhäuser in Wintcrberg, und sie daher als
Besitzerin eines solchen zur Ausübung wohl befugt
ftp.
Z) Daß ihr auch die Deilieger-Ordnung von 1795
zur Seite siche, vermöge deren' jeder Beilkeger gleich
den Bürgern aus den Communal, Waldungen das
nöthige Brandholz erlangen könne. .
Die klagende Stadt bestritt alle diese Behauptungen,
sie sagte, Verklagte und ihre Familie seyen keine Bei-
lieger, sie seyen bloß Schutzvcrwandle. Das Holzungs-
Recht klebe auch nicht den Häusern an; denn einmal
gebe es mehr Holzberschtigte, als cü Häuser in Winter-
berg gebe, was gegenseitig zugestanden ist; andernthe^ls
gebe eS HauS-Tigcuthümer, die kein Braiidholz zu be-
‘ ziehen hätten. Ueberhaupt aber könnten Juden kein Theil-
nahme-Recht am Eommunal-Dermögen haben.
ker duas conformes, des Justiz-Amts Medebach,
publ, den 14. Mai 1830 und des Hof - Gericht zu
Arnsberg publ. den Ö. Sept. 1833 wurde die Stadt
mit ihrer Negatorien - Klage refusis expensis abge-
wieft«.
Das erste Urthckl geht 'davon aus: die Verklagte
- sey einmal rechtskräftig im Besitze geschützt; mithin brauche
sie ihr Recht selbst nicht mehr zu beweisen, klagende
Stadt habe aber das Gegentheil nicht bewiesen. '
Das Appellations-Urtheil geht von der Ansicht aus,
es komme alles auf Observanz und Hcrkomuien in Win«

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