Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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Wer die Personen sind, bei denen diese Eigenschaften
vorausgesetzt werden, darüber cnthalttn dir Gesetze in
anderen, verwandten Materien bestimmte, auch hier voll«
kommen anwendbare Grundsätze. Hinsichtlich des Requisites
der Rechtschaffenheit sind es diejenigen, deren bisherige
Lebens- und Handlungsweise kein, auf Wahrhaftigkeit und
Gercchtigkeitsliebe bezüglicher, Tadel trifft, und welche
deshalb in Prozessen an und für sich betrachtet voll«
kommen glaubwürdige Bewciszeugen seyn
können?") In Ansehung des Erfordernisses der Uitpnr«'.
theilichkeit aber sind es solche, die weder unmittelbar,
als Parthei, noch mittelbar, wegen einer besonders, nahen
Verbindung mit einer der Partheien bei der Sache interessirt
sind, und die deshalb, und zwar gleichfalls mit völlig
ungeschwächter Glaubwürdigkeit, für und
wider beide Theile als Bewciszeugen aufgestellt
werden können/') noch bestimmter aber diejenigen, welche,
wären sie als Mitglieder eines Gerichts öffentlich bestellt,
ihr Richteramt auch in dem gegebenen Rechtsstreite unter
den Partheken vorwalten dürften.^) Tie Analogie, welche
die Funktionen des Zeugen, des Richters und des Schieds-
richters gegen einander darbieten, ist nahe, durchgreifend,
und evident. Alle diese Personen wirken durch ihre Thä«

") §. 227. No. 5—7. tz. 230. No. 14—16. tz. 233. No.
1—2. Tit. 10. P. O.
81) Also die, denen nicht die, in §. 227. No. 5. §. 228. 230.
No. 11. §. 233. No. 3—6. Tit. 10. P. O. angeführten
Gründe entgegenstehen.
82) §. 143. Tit. 2. P. O.

ui.

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