Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

43. Ob unter der Herrschaft des gemeinen Rechts deferirte Erbschaften seit Einführung des allgem. Landrechts durch Nicht-Einhaltung der darin bestimmten Deliberations- u. Inventar-Niederlegungsfristen dem Erben von selbst zufallen? Rechtsfall,

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XXXII7.
Ob unter der Herrschaft des gemeinen Rechts
deferkrte Erbschaften seit Einfübrung des
allgemeinen Landrechts durch Nicht-Ein-
haltung der darin bestimmten Delibera-
tions- und Jnventar-Niederlegungsfriste»
. dem Erben von selbst zufallen?
Rechtsfall, mitgetheilt
von
Sommer.
(Publ. Patent vom 2l. Juni 1625. §. 14. 19.)

Zur Zeit des gemeinen Rechts ward der, dem eine Erb,
schaft deftrkrt war, nur durch Antretung Erbe, und selbst
der Iieres suus hatte nach fccr praxis das beneficium
abstinendi bis zum Beweise der Jmmirtion. In einem
solchen Falle (Herkette Hein zu Berleburg gegen Johann
Jost Fischer zu Aue) sprach das Justiz-Amt Berleburg
nun am 9. Dezember 1834 aus,
— es hörte nach der durch das allgemeine Preußische
Landrecht — eingeführt 'am 1; Dez. 1825 — gebo-
tenen, fruchtlos abgrlaufenen, Ucberlcgungsfrist von
6 Wochen A. L. R. Thl. l. Tit. 9. §. 384., uud
nach der weitern Nirderlegungsftist (des Inventars)
von 6 Monate» die Erbschaft jedenfalls auf, jacens

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