Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

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Schuldners zuerst an dieselbe halten kann, so . hat er un»
mittelbar ex lege dieselbe Verpflichtung übernommen,
welche dem Bürgen ex contractu obliegt. Warum
die erstcre «ndekcr Natur seynsoll, ist -uicht.einzusehen.
Der einzige wesentliche: Unterschied zwischen einem ge»
wöhnliclM Bürgen und dem Bürgen mit der'Verpflich-
tung als' Sclbstschulduer besteht darin,' daß .der letztere
das beneficium excjissipnijS nicht hat. Da NUN
dieses beneficium dem jdritleu Besitzer: der. Hypothek
ausdrücklich entgegen ist,' so ist'.die Gleichheit, seines .Ver-
hältnisses -mit dem °deö Bürgen als Sclbstschulduer rvoll»
kommen b!s auf-den Umfang::der Verbindlichkeit--üdxr
im-' Wesen derselbe»' nichts altexirt. Diese ^Analogie
zwischen 'dem Verhältniffe' des: dritten Besitzers, einer Hy-
pothek und dein Bürgest erkeuut auch der56.'b. t.
in eurer ciuzelucu Anwendung ausdrücklich an.. . : -
Wenn .nun die Praxis gegen de» dritten .Besitzer
der "Hypothek eine Klage gestattet l ..^ .
»daß er zahle, bei Vermeidung der Realerecntion,"
so verkennt sie dabei nicht, daß derselbe, an sich zu.z.abl en
nicht verpflichtet, sondern nur berechtigt ist, um
den Angriff des Pfandes abzuwehren. Gegen jene Form
des Antrages läßt sich aber nichts Wesentliches erinnern,
weil jede Derurthellung, die keine individuelle (non fun-
gibilis) Sache zum Gegenstände hat, erst durch das
damit verbundene Präjudiz ihre eigentliche Bedeutung
erhält, der Zusatz '"bei Vermeidung .der Realerecution--
mithin dasselbe sagt, als ob der Antrag dahin ginge:
' zu. gestatten, daß die Befriedigung «egen der einge,
iragencu Forderung aus der zur HWvthek bestellten

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