Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

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und doch ist dies ohne Einfluß auf die prozessualische
Verfolgung. Die Bestimmung des. §; 46. alleg. .liefert
auch den Beweis, daß die Nedactoren des LanhrechtS
der Hypothek sogar km Besitze des persönlichen Schuldners
eine gewisse Selbstständigkeit beilegten und es anerkannten,
daß nach der Absicht der Cöntrahenten die Hypothek als
Las Prinripäle und die persönliche Verbindlichkeit als
das Untergeordnete erscheine. Ein ähnliches Anerkeyfltniß
liegt nun eben so darin, daß nach §, 49. 53. alleg.
das Recht des -Gläubigers, sich zuerst an das Pfand
zu halten, statt findet, wenn dasselbe auch von einem
Dritten bestellt worden, oder in das Ekgenthum eines
Dritten übergegangen ist.- Diese Vorschrift, die sowohl
bei dem Faustpfande als bei der Hypo.thes
(nach §§. 49. 53. 494. alleg.) , gilt, stellt Hinsichtlich
des-verpfändeten Objekts den Besitzer desselben einem
Bürgen, gleich, der sich als Selbstschuldner verpflichtet
hat,.uuddcßhalb, obgleich seine Verbindlichkeit
an sich, nur eine accessorische ist, nach §. 297.
Lit. 14. Thl. !. des A. ?, R. mit Ucbergehung des
Hauxtschuldners selbstständig belangt werden kann..
Bestätigt wird , diese Ansicht durch dev §. 493 Ir- t.:
' »Gegen einen km Hypvthekfnbuche eingetragenen Gläu-
biger kan» Niemand mit dem Vorwände, daß er red-
licher. Besitzer und ihm von dem Ansprüche uichtS be-
kannt gewesen sey, sich schützen."-
Denn da derjenige, der eine-mit Hypotheken belastete
Sache erwirbt, zugleich wissen muß (rfr. §. 12. der
Einleitung des A. L. 91.), daß der Gläubiger sich nach
§. 53. alleg. sofort mit Hebergehuflg des. -persönlichen

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