Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

I

— 343 —
pflichtiing des dritten Besitzers der Hypothek- sich nsir m
Ansehung des Objects, aus welchem die endliche Befrie-
digung'zu entnehmen,' von der Verbindlichkeit des'per-
sönlichen Schuldners- unterscheide, steht kn -der mehrge-
dachten Abhandlung die Behauptung gegenüber, daß der
Hypothekcngläuöig'cr keine eigentliche Forderung gegen den
dritten Besitzer habe, sondern nur das Recht, sich zur
Derfällzcit wegen seiner persönlichen Förderung 'dii
die' verpfändete Sache zu halten und nach eingetretenem
Zahlungstermine in Gemäßheit der Prozessordnung auf
deren Veräußerung'anzutragen. Prüft man den Unter-
schied, der hier zwischen einer Forderung und dem Rechte,
wegen' dieser Forderung ans einer gewissen - Sache - De,
frredlgilüg'zu suche»,'liegt, näher, so reduzkrt sich dcrsilbe iü
der-Thar nur auf den hier angegebenen. Jede Forderung
hat unbedenklich blos deshalb Werth, weil sic ein Recht
giebr, Befriedigung aus dem Vermögen des Schuldners
zu- erhalten. Der persönliche Schuldner haftet-mit sei-
nem ganzen Vermögen, der Besitzer der Hypothek mit
einem bestimmten Theile desselben, dem Werth der ver-
pfändeten Sache. . Daß dieser Unterschied für -die- Ver-
so lg nng des Rechts nicht wesentlich- ist, erhellt recht
augenscheinlich'ans dem §. 48. I.-c-i:
"Toch kann der Schuldner, insofern er alsdann-noch
Eigenthümer der verpfändeten Sache ist, darauf 'an-
tragen, daß der Gläubiger zuerst aus dieser seine Be-
friedigung suchen solle."
- Hier wird, so lange das Pfandrecht fortdauert,
sogar gegen den Hauptverpflichteten das Recht des Glau-
bigerS' zunächst auf die verpfändete Sache beschränkt.

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer