Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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die Großherzoglich Hessische Gesetzgebung vom 1. October
1806 *) wurden alle seither bestandenen Stcucrfrcihcktcir
ohne Ausnahme für immer aufgehoben und verordnet,
„daß sowohl von den Uns selbst angehörkgen, unter eigetlcr
Verwaltung stehenden oder verpachteten — als auch von
allen andern br'S jetzt fchatzungsfrci gewesenen Güter»,
Zehcnden, Gefallen und anderen Besitzungen, sie mögen
Eigenthum oder Besoldungsstükke seyn, die gewöhnliche
Steuern und andere nach dem Steucrfuß regulkrt werdende-
Abgaben, gleich allen übrigen contriöuablen Gütern und
Besitzungen, ohnweigerlich entrichtet werden sollen." —
Der Nealberechtigte sollte also dem Staate nnniittclbar
Steuer von seinen Gefällen zahlen. Hiernach wurde daS
nene Kataster eingerichtet. Inzwischen bemerkt die Ver-
ordnung vom 22. Februar 1811i) 2):
„Die vormals gutsherrlichen Gefälle, die Zehnten, und
überhaupt alle, auf dein Grundvermögen haftende Lasten
sind im Herzogthum Westphalen so mannigfaltig, daß
die spcckelle Berechnung und Katastrkrnng derselbe»
einen sehr großen Kosten« und Zeitaufwand veranlassen
würde. Daö neue provisorische Stenerkataster ist für
das Herzvgthum Westphalen eines der dringendsten
Bedürfnisse. Um dessen Vollendung nicht lange auf-

i) Bei Sommer Darstellung der NechLverhältnisse der
Bauerngüter im Herzogtum Westphalen S. 282, auch
bei S c o t ti Sammlung Churcötnischer rc. Provinzialgesetze
Abth. II. Th. i. S. 215;
Bei Sommer S. 307 — 309.' Slvtti Ablhcil. 1l.
Th. 1. S. 552 — 551.

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