Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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schekdllilg, dem im Decret vom 17. December 1783
(Anlage V.) entdeckten motus gemäß, am 39. Mai
und 30. September 1789 wirklich erfolgt, und durch
daS Teeret vom 6. November 1789 für rechtskräftig
erklärt. '
Das weltliche Hofgericht war nicht, wie der Herr
Verf. §. 27. Anmerk. e. sagt, ein untergeordneter Ge.
richtshof, auch stand derselbe dem geistlichen Hof- oder
Offizialat-Gerichte keineswegs gleich. Das Offizial-Gericht
hatte allerdings im Oberstift Münster, nicht aber im
Niederstift, wie das weltliche Hofgericht concurrentem
jurisdictionem mit denjenigen Untergerlchten, welche
nicht, wie das Stadtgericht zu. Münster' und die Dom,
capitular.'schen Gogerichte, das privilegium primae
instantiae hatten. Aber das weltliche Hofgcricht war
die einzige Appellatkonsinstanz für alle weltliche Unter-
gerichte im Lande, m,d von den Aussprüchen desselben,
in erster wie in zweiter Instanz, ging die Appellation
unmittelbar an die. Reichsgerichte. Das weltliche Hvf-
gericht >var also der höchste Gerichtshof Münsterlands.
Erst in der Reformatio judicii ecclesiastici von
Christoph Bernard vom 2. Dezember 1651 tit. 35.
wurde das remedium revisionis für diejenigen Par-
thenii eingeführt, welche nicht appelliren, sonder» statt
dessen im Wege der Supplicatio» ihre Beschwerde an
de,r Landesherr« bringen wollten, und es sollten dazu,
nach Verschiedenheit der Fälle, besondere Revisionen de-
putt'rt werden. In der Revisionsordnung vom 20. Juli
1688 wurden alle Revisionssachen an die Kanzlei ver-
wiesen. Diese war also nicht das eigentliche Obergerlcht,

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