Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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lichen Natur dieser Prästatkonen, zugestanden werden
muffe; und ob namentlich aus Provinzial-Verfassnng und
Vorschrift, insbesondere aus den Bestimmimgen der Pader«
bornschcn Meyer-Ordnung vom 23. December 1765,
und des den Grundbesitz rc. betreffenden Gesetzes vom
21. April 1825, das von den Revidenten pratcndirte
unbedingte Vorzugsrecht ihrer sämmtlichen Lkquidate vor
denen der Revisen, sich rechtfertigen lassen würde«
Demnach muß sich die jetzt zu erörternde Frage
lediglich darauf beschranken: ob den Revisen das bean-
spruchte Rcalrecht, namentlich die verlangte, und vom
Appellations-Richter ihnen zuerkannte Priorität der dritten
Klasse gesetzlich zustcht? und diese Frage kann nur, mit
dem vorige» Richter, zu Gunsten der Revisen bcanwortet
werden.
Die Revisen waren antkchretische Pfandbesitzer ein-
zelner Parzellen des, im Jahre 1823 Schuldenhalber
zur Subhastation gestellten Colonats. Die von dessen
Besitzer, ohne Consens des Ober-Eigenthümers, ihnen er-
theilte» Schuld- und Pfandverschreibungen stammen aus
dem Zeiträume von 1721 bis 1814, sind kn rechts-
gültiger Form ausgestellt und von den Revidenten in
qualitate producta anerkannt. Auch haben die Re-
viscn die durch jene Verschreibungen begründeten Real-
ansprüchc rechtzeitig — innerhalb der durch das Hypo-
theken-Patent vom 22. Mai 181£ geordneten präklu-
sivischen Frist — bei dem Hypothckenbuche, zur Ein-
tragung in dasselbe angcmeldet. Eines Mehreren bedurfte
es aber nicht, um den Inhabern der qu. Pfandverschrei,
bungen ihren Real-Anspruch — in specie das prätendirte

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