Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

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daß der Iiffch Cubikfußen berechnete Werth des Holzes
sich bedeutend niedriger stellen würde, wenn der Abfall
sowohl als die völlig schadhaften Baume in Be-
tracht gezogen waren, er leitet mithin die Aktenwidrigkeit
der vorigeil Entscheidung nur daraus her, daß bef, Be-
stimmung des Werths des Holzes, der entstandene Ab-
fall und die ermittelt- Schadhaftigkeit einiger Bäume
Übergangen 'worden sey».
Von dem Abfall ist. aber bei der Instruction nicht
die Rede gewesen, und- ein Einwand der Art, daß der
Werth des Abfalls abzuzkehcn sey, vom Verklagten nicht
auf die Bahn gebracht, daher diese Thatsache nicht Ge-
genstand des Urtels seyit konnte, ain wenigsten zum Vor-
theil des Verklagten, indem, ihm — der die Bäume sich
zueignete — auch der Abfall zu Gute gekommen seyn
muß, weshalb eine Anrechnung dafür auf den eingc-
klagten Werthsbetrag nicht denkbar ist. Was aber die
schadhaften Baume betrifft, so hat Implorant seine
diesfälligc Rüge nochmals dahin erläutert, daß der zweite
Richter übersehen habe, daß nach, dem Zeugniß des
Dückerhoff und Bitter 4 Bäume völlig unbrauchbar
gewesen seyen, welche demnach in Abzug hatten kommen
müssen. Allein der zweite Richter hat diesen Umstand
nicht übersehen, sondern denselben mit Beziehung auf
jene Zeugnisse ausdrücklich angeführt, ihn jedoch für un-
erheblich erklärt,. weil der geringere Werth dieser Bäume
— denn irgend einen Werth müssen sie doch gehabt
haben — durch den höher« Werth anderer Baume aus-
geglichen werde; ein Entscheidungsgrund, den Implorant
nicht widerlegt hat, der aber für erheblich zu achten ist,
in Erwägung, daß der Werth des Holzes hier im Gan-
zen nach einem Durchschnitt festgestellt wurde. Die vom
Verklagten in vorstehender Art hergeleitete Nichtigkeit
rechtfertigt sich mithin auf keine Weise.
Die sonstigen Nichtigkeitsgründe, welche das Protokoll
vom 25. Sept. snk 1. und 11. darbietet, bleiben als
verspätet von der Beurtheilnng ausgeschlossen.

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