Full text: Volume (Jg. 3 (1837))

16. Wie ist bei dem Erforderniß schriftlicher Verträge der Werth des Vertrags-Gegenstandes zu finden? Rechtsfall

133

XII.
Wie ist bei dem Erforderniß schriftlicher
Verträge der Werth des Vertrags-Gegen-
standes zu finden?
Rechtsfall, ckngeleitet und erörtert
von
Sommer.
cA. L. R. Th. I. Tit. 5. §. 131.)

(§me der schwierigsten Lehren bleibt noch immer die von
der Unverbindlichkeit nicht-schriftlicher Verträge; diese hat
zehnmal mehr Prozesse erregt, als 'die Mothwciidigkeit
schriftlicher Verträge nach .der Intention des Gesetzgebers
vom 8. Februar 1770 verhüten sollte. Wir »erweisen
rücksichtlich der bedeutendsten hier entstehenden Schwierig-
keiten auf die Abhandlung des Herrn Dr. Arndts im
I. Jahrgange S. 132 —173. dieses Archivs.
Insbesondere ist cs auch schwer, die Frage zu be-
antworten, wie der Ausdruck -/dessen Gegenstand sich über
fünfzig Thaler in Silber Courant beläuft" (A. L. R.
I. 5. §. 131.) zn verstehen. Soll hier nämlich der
mündlich verabredete oder der wirkliche Werth entscheiden?
Nimuit man als die Absicht des Gesetzgebers an, bei
wichtigen Sachen — was die über 50 Thlr. sind —
das zuverlässige Beweismittel der Schrift zu haben, wie

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